Nachruf oder?
admin 15. Januar 2012
Nach dem Schiffsunglück an der italienischen Küste mit einem Costa Schiff sehen wir uns gezwungen mal unsere Sicht der Dinge zu schildern. Wir wollen hier nichts beschönigen, aber die Berichterstattung und zahlreiche Forenkommentare sind in diesem Moment nicht hilfreich.
Gut ist, das es gelungen ist, die meisten Passagiere und Besatzungsmitglieder zu bergen. Das es bei über 4000 Menschen an Bord zu Panik kommt ist völlig selbstverständlich, denn plötzlich denkt jeder nur noch an sich! Davor ist kein Mensch gefeit, dass sollten wir uns immer wieder vor Augen halten. Sicher gibt es auch in einer solchen Notsituation organisatorische Mängel, aber diese sind auch auf das vorher Gesagte zurück zu führen.

Inwieweit verantwortliche Personen vom Schiff Schuld tragen, wird eine Untersuchung feststellen. Vorher zu spekullieren und Schuld auszusprechen sollte sich verbieten. Was aus dem relativ neuen Schiff wird, ist sicher jetzt noch nicht abschließend zu sagen. Fakt ist, das es dort nicht liegen bleiben kann, die Gefahren, die auch von den Betriebsmitteln ausgehen, sind zu groß. Ich denke aber, das eine komplette Bergung, auf Grund der Größe des Schiffs, nicht möglich sein wird. Daher denke ich, dass die Costa Concordia leider unrühmlich ihr Ende gefunden hat.
Wie gehts nun weiter?
Es wird sicher in der kommenden Zeit einen Bruch des Vertrauens an Kreuzfahrten geben, der Image Schaden von Costa Crociere ist sicher nicht zu verachten. Trotzdem ist die Kreuzfahrt eine sichere Angelegenheit, denn vergleichsweise ist in den letzten Jahren nahezu fast gar nichts passiert und im Vergleich zu anderen Reiseformen fällt der Unterschied noch viel gravierender aus.
Unsere nächste Kreuzfahrt wird in wenigen Tagen beginnen, ja auch mit Costa. Und wir freuen uns drauf!
Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen und deren Angehörigen.
Update 5 Tage nach dem tragischen Unglück!
Wie sich nun so langsam heraus kristallisiert, hat der Kapitän mit einem riskanten und eigenmächtigen Manöver diese Tragödie herbeigeführt. Das ist ja eigentlich schon Unglück genug, es ging aber weiter. Statt eine Evakuierung bzw Rettung der gesamten Passagiere und Besatzung auszulösen, lies er fast eine weitere Stunde vergehen, ehe der Alarm an Bord ausgelöst wurde. Dies ist genauso blind wie höchst gefährlich. Ich denke die italienische Justiz wird die richtigen Schritte einleiten und dann vollenden. Die Verantwortlichen von Costa werden sicher organisatorische Dinge ändern, dass solche Katastrophen nicht wieder passieren können. Auch andere Reederein überdenken und ändern gerade ihre Sicherheitsbestimmungen, das eine effektivere Rettung und Bergung möglich ist. Nur so, können alle aus diesem Unglück lernen!









