MSC Fantasia

Meine Geburtstagsreise mit MSC Fantasia vom 08.03.2009 – 15.03.2009

 Genua – Neapel – Palermo – Tunis – Palma de Mallorca – Barcelona – Marseille – Genua

Bilder von der MSC Fantasia

Genua 08. 03.2009

Eine weitere Reise mit MSC-Kreuzfahrten. Diese unternahmen wir und meine Eltern  im März, anlässlich meines Geburtstags. Am 8.März 2009 um 1.30 Uhr fuhren wir mit dem Auto von Suhl nach Genua. Da dies ein Sonntag war kamen wir ohne jegliche Behinderung bis in den Hafen von Genua, den wir um 9.30 Uhr erreichten. Unser Auto und das Reisegepäck waren wieder schnell abgegeben, daraufhin begaben wir uns in das Hafengebäude. Mit dem von zu Hause schon durchgeführten Online Check-In begaben wir uns zur obligatorischen Einschiffung. Rechtzeitiges Erscheinen und der durchgeführte Online Check-In ermöglichten uns, das wir die Einschiffungsnummer 1 erhielten. Anschließend haben wir nur noch die Kreditkarte registrieren lassen, ein Bild für die Bordkarte wurde gemacht und bekamen unsere Bordkarte.
Die Einschiffung sollte laut Reiseunterlagen 11 Uhr beginnen, also hatten wir noch Zeit uns im Hafengebäude die Wein -, Bier -, Cocktailpackete zukaufen.

Zu unserer Freude begann die Einschiffung schon 10.40 Uhr. Wie allgemein üblich wurde zunächst unser Handgepäck noch durchleuchtet, nach dem obligatorischen Begrüssungsfoto, was wir dieses mal machen ließen, betraten wir als erstes auf dem Schiff, die Lobby. Wir wurden von einem freundlichen Mitarbeiter auf unsere Kabine gebracht, somit waren wir 10.45 Uhr auf unserer Balkonkabine 10076, meine Eltern hatten die Balkonkabine 10158.

Wir erkundenden bis zum Mittagessen das Schiff. Schon bei diesem Rundgang wurden wir positiv überrascht, nicht nur von diesem schönen Schiff sondern auch von dem freundlichen und herzlichem  Personal.

Das Mittagessen haben wir im Büffetrestaurant La Africana e Zanzibar zu uns genommen, der erste Einruck von den Speisen war gut, auch geschmacklich gesehen. Nach dem Mittagessen bin ich noch einmal los um mir noch ein bisschen Obst zu holen, es sollte Ananas werden. Vor mir stand ein Mann, dieser gab mir die Zange, woraufhin wir uns anschauten. Plötzlich erkannten wir uns gleichzeitig, denn es war ein Bekannter aus unserem Heimatort Suhl, den wir schon über Jahre nicht gesehen hatten. Die Freude war groß, denn man sieht daran mal wieder, wie klein die Welt ist.

Nach einem kleinen Mittagsschlaf fand eine Informationsveranstaltung über das Leben an Bord im Theater des Schiffes statt, die deutschsprachige Bordreiseleiterin Claudia machte ihre Sache sehr gut. Man spürte das sie in ihrer Arbeit aufging und so den Gästen eine kompetente Ansprechpartnerin sein konnte. Bei dieser Veranstaltung erfuhr ich, dass man aus gesundheitlichen Problemen nicht unbedingt an der Rettungsübung teilnehmen muss. Eine Abmeldung beim  Kabinenpersonal reichte dafür aus. Jens hatte sich drei Tage vor unserer Reise noch eine 3 Tonnen Hebebühne auf den Fuß gestellt ( Zehenbruch), also nutzte er dieses Entgegenkommen. Daraufhin bin ich zu unserem Kabinenpersonal, ihm gesagt das Jens an der Rettungsübung nicht teilnehmen kann und ich als Begleitperson auch bei ihm bleibe. Damit ging alles in Ordnung. Als einziger von uns 4, nahm mein Vati an der Rettungsübung teil.
Den Nachmittag verbrachten wir auf unserem Balkon. Es schien die Sonne und es waren gefühlte 25 Grad, so eine Balkonkabine ist schon etwas Feines.

Bei dieser Reise haben wir die 2. Tischzeit gewählt, diese begann 21.15 Uhr. Diese Erfahrung werden wir nicht mehrwiederholen, denn dies war für uns persönlich zu spät. Da wir das nun mal so gewählt hatten, konnten wir am Abend das Schiff weiter erkunden. Auf Deck 16 haben wir das 4 D Kino ausprobiert, es war einfach Wahnsinn, so richtig in Worte kann man es gar nicht fassen, dies muss man selbst ausprobieren.
Die Zeit bis zum Abendessen haben wir  in der Fantasiabar verbracht, mit Livemusik vom ” Elegance Quartet” und einem leckeren Cocktail bzw. Bier, war das ganz angenehm. Übrigens, diese 4 Mädchen aus dem musikalischen Quartett, haben wir schon auf der MSC Orchestra kennen gelernt. Feine klassiche Musik mit Streichinstrumenten und einem Flügel, dies wurde auf dieser Fahrt ein fester Bestandteil vor dem Abendessen.
Nach meinen 2 bisherigenMSC – Reisen habe ich schon einige Erfahrungen mit den Abendessen gemacht. So waren wir auf alles gefaßt, was uns beim Abendessen erwarten würde. Positiv überrascht, anders kann ich es nicht sagen, denn unser Tischkellner Vicky und seine Mannen hatten alles perfekt im Griff. Sie waren der deutschen Sprache mächtig, waren engagiert und immer freundlich, somit hatten wir einen wunderbares Abendessen.

Neapel 09.03.2009, 11.30 Uhr – 19.00 Uhr
 

An diesem Tag frühstückten wir im Restaurant Red Velvet, schon von der voran gegangenen Reise auf der MSC Orchestra kannten wir den ungefähren Ablauf beim Frühstück. Zahlreiche Kellner kümmerten sich um uns, der eine brachte Kaffee, einer die Brötchen, wieder ein anderer nahm die Bestellung auf, man kann sich aus einer Speisekarte alle Sorten von Eierspeisen, Wurst- und Käseteller bis hin zum Müsli aussuchen, Saft brachte der 4. Kellner. Ab und an gönnen wir uns auch diese Form des Frühstücks, meine Eltern haben dort jeden Morgen gefrühstückt.

Das Schiff ist so groß und schön, dass wir unsere Erkundungstour vom Vortag weiter fortsetzten. Bis zum Mittagessen und Anlegen des Schiffes in Neapel haben wir unseren Balkon wieder genutzt, auch auf diesem Das Einlaufen in den Hafen und das Anlegen beobachtet. Da unser Kapitän aus Sorrent stammt, ist er unmittelbar an diesem wunderschönen Landstrich vorbei gefahren, das Signalhorn zur Begrüßung der Anwohner wurde mehrfach betätigt.Auch das konnten wir vom Balkon aus beobachten, ich kann immer nur wieder von einer Balkonkabine schwärmen. Mittag haben wir dann wieder im Büffetrestaurant La Africana e Zanzibar gegessen.

Im Vorfeld unserer Reise hatten wir schon eine Vorplanung unserer Landausflüge gemacht. In Neapel wollten wir die Insel Capri besuchen. Im Internet hatten wir eine Seite mit den Abfahrtszeiten der Überfahrt nach Capri gefunden, es sollte 12.40 Uhr ab Hafen losgehen. Allerdings wussten wir nicht, wie weit wir noch von unserem Schiff bis zur Anlegestelle der Boote nach Capri laufen mußten. Daraufhin ist Jens zum Ausflugsbüro gegangen, wo er nach der Anlegestelle fragte. Man sagte ihm etwa 10 min zu Fußweg bis zu dieser Anlegestelle. In Wirklichkeit ist es keine Minute, die Ablegstelle befindet sich unmittelbar neben dem Hafengebäude der großen Kreuzfahrtschiffe. Das Boot nach Capri sollte dann auch gleich im Hafen ankommen. Bei Nachfrage beim Personal sagten diese uns, wir müssen noch Fahrkarten kaufen. Der Verkauf der Karten befand sich unmittelbar vor der Anlegestelle in einem Flachbau. Mein Vater und ich sind dann zum Verkauf gegangen, Jens und meine Mutti blieben am Boot. Vor dem Schalter war eine riesengroße Schlange mit aufgebrachten Italienern. Diese erklärten uns mit Händen und Füssen das es keine Karten mehr für Capri gebe, ich vermutete das der Kartenverkauf für die Fahrt nach Capri geblockt wurde, um die geführten und gebuchten Ausflügler von der MSC Fantasia um 12.40 Uhr mitfahren zu lassen. Daraufhin sind wir wieder hin zur Anlegestelle, Jens hatte in der Zwischenzeit schon mit dem Personal ausgehandelt, dass wir auf jeden Fall mit kommen. Neue Aufregeung, denn auf einmal sagte uns ein Mitarbeiter, dass es wieder Fahrkarten gibt. Daraufhin bin ich und mein Vati erneut hin zum Schalter, an der Schlange angestellt und dem Kartenverkauf entgegen gesehen. Die Italiener mit denen wir kurz vorher gesprochen hatten, waren wieder fröhlich, da sie doch noch eine Fahrkarte bekommen sollten. Als wir an der Reihe waren, sagte uns der Mann am Schalter NO! Ich habe es so aufgefasst, dass es keine Fahrkarten mehr gibt, somit bin ich enttäuscht wieder zur Anlegestelle. Für meinen Vati und mich war dieser Ausflug nun Geschichte,  aber auf Jens ist Verlass. Er hatten schon mit den Mitarbeitern vom Boot ausgehandelt, dass wir mit fahren konnten. Jens hat dann schnell die 64 Euro für uns 4 bezahlt, daraufhin konnten wir dann ganz schnell auf das Boot und kurze Zeit später fuhren wir nach Capri.

Nach etwa 45 min Überfahrt mit heftigem Seegang, erreichten wir die  Insel Capri. Leider war das Wetter nicht ganz so schön, aber es hat nicht geregnet. Nun wollte ich gleich noch die Karten für die Rückfahrt kaufen, da wir ja nur die Überfahrt nach Capri bisher bezahlt hatten. Leider war dies im Moment nicht möglich, da die Schalter alle geschlossen waren. Zunächst blieb ein fader Geschmack, denn ich hatte Angst, das wir wieder zurück nach Neapel kamen. Anschließend sind wir mit einem, für die Insel speziellen,Stadtbus nach Capri hochgefahren. Vom  Hauptplatz in Capri aus, sind wir durch die zahlreichen kleinen Gässchen gelaufen. Die Saison hatte zu diesem Zeitpunkt auf Capri auch noch nicht begonnen, deshalb waren auch viele Geschäfte, Kaffees und Hotels noch geschlossen. Deshalb hatten wir genügend Zeit und Gelegenheit, uns vieles in Ruhe anzusehen. Unter anderem haben wir uns eine Pafümerie angeschaut, dies war sehr interessant. Die Zeit verging wie im Fluge. Da wir immer noch keine Karten für die Rückfahrt hatten, war es nun Zeit wieder in den Hafen von Capri zu fahren. Als wir an der zentralen Bushaltestelle angekommen waren, stand da eine große Traube mit Manschen, die ebenfalls zum Hafen wollten.  Also anstellen!   Bei mir machte sich schon wieder ein  Panik breit. Nach 10 min Stehzeit, entschied Jens , das wir mit einem Taxi zum Hafen fahren solten. Denn 16.30 Uhr sollte das Boot ablegen, es war aber schon 15.45 Uhr, in die Busse passten nicht so viele Menschen. Die Taxifahrt war schnell erledigt, wir kauften dann gleich ohne Probleme die Karten für die Überfahrt. Nun war ich wieder beruhigt,  konnten uns noch ein Eis und Kaffee in einer Bar am Hafen gönnen.

Die Überfahrt war sehr bewegt, zahlreiche Passagiere sind sogar Seekrank geworden, wir nicht. Pünktlich zurück auf der MSC Fantasia haben wir unseren Cocktail getrunken und der Musik gelauscht bis unsere Tischzeit los ging, das Essen nach einem sehr schönen Ausflug, war wieder sehr gut.

Palermo 10.03.2009 7.00 -18.00 Uhr

 
 Sizilien ist immer eine Reise wert. Dies ist nun mehr der 6. Aufenthalt auf Sizilien, der 4. in Palermo. An diesem Tag stand auf unserem Ausflugszettel, das schöne Fischerdörfchen Cefalu.
Ddas schöne bei selbst organisierten Ausflügen ist, dass wir erst einmal ausschlafen konnten und dann in Ruhe unser Frühstück zu uns nehmen konnten. Meine Eltern sind wieder in das Restaurant Red Velvet zum Frühstück gegangen, wir hingegen sind in das Büffetrestaurant La Africana e Zanzibar. Gegen 9.30 Uhr haben wir die MSC Fantasia verlassen, in einem Seiteneingang vom Hafengebäude befindet sich eine Automietstation, dort haben wir uns ein Auto für 79 Euro ausgeliehen. Der Weg nach Cefalu war uns schon bekannt, bis Cefalu sind es ca. 75 km zuerst durch Palermo, dann über die Autobahn. Auch das Wetter war uns Hold denn wir hatten Sonne und Temperaturen um die 23 Grad.
In Cefalu angekommen, suchten wir zunächst einen Parkplatz, anschließend haben wir  einen ausgedehnten Bummel durch die schöne Innenstadt bis zu dem bekannten Strand gemacht, der in fast jeden Reiseführer gezeigt wird. Wir hielten uns dann ca. 1h am Meer auf, teilweise gab es meterhohe Wellen die auf das Ufer hereinbrachen. Jens hat viele Fotos und Videos an dieser Stelle gemacht, wir hingegen saßen einfach auf einer Bank und haben die Ruhe und den schönen Blick einfach nur genossen.
Mittag haben wir in einem schönen Restaurant gegessen, dies hatten wir schon auf dem Hinweguns angesehen.  Jens hat sich Nudeln mit vielen Muscheln gegönnt, ich und meine Mutti hatten Knoblauchbrot mit Tomaten gegessen, mein Vati hatte Putenfleisch, es hat alles super gut geschmeckt.
Nach dem Mittag sind wir dann wieder zu unserem Auto geschlendert, gegen 15 Uhr waren wir wieder in Palermo am Hafen und  gaben unser Auto ab.  Da wir noch genügend Zeit bis zum Ablegen des Schiffes hatten, nutzten wir die vorhandene Zeit um einen Stadtrundgang in die Innenstadt von Palermo zu machen. Vom Hafen bis zum Zentrum  sind es ungefähr 10 min Fußweg, so dass wir schnell die Innenestadt erreichten.
Meine Mutti ist nicht mit gekommen, sie hat einen ausgedehnten Mittagschlaf gemacht. Grund dafür ist,  dass meine Eltern  mit ihrer Balkonkabine nicht so viel Glück wie wir hatten, sie haben genau an zwei Personaltüren gewohnt und die Nacht war 6 Uhr in der Früh immer schon zu Ende. Sie sagten immer ihre Poltergeister und Putzteufel haben sie wieder geweckt.

Nach der Rückkehr auf die MSC Fantasia, haben wir Kaffee an der Bar “Piazza San Giorgio”getrunken. Uns faszinierte die Anordnung und Gestaltung dieser Bar. Im Mittelpunkt ist ein Art Straßenkaffee mit Kopfsteinpflaster und richtigem Marktfeeling, rundherum gab es kleine Geschäfte und eine Loge mit Sofas und Sesseln. Auch hier waren wir fast jeden Tag.

Zwischen Kaffee trinken und unserem Abendessen konnte jede Familie sich die Zeit individuell vertreiben. Wir haben uns noch ein wenig auf dem Deck aufgehalten und anschließend das Auslaufen auf unserem Balkon beobachtet. Das ein oder andere alkoholische Getränk haben wir dort in Ruhe zu uns genommen. Am Abend haben wir  uns dann auf Deck 5 in der Lobby zu einem Cocktail getroffen, bevor wir zum Abendessen sind. Heute gab es noch eine Modenschau auf der “Piazza San Giorgio”.
An diesem Abend haben wir uns mal im Theater sehen lassen, die Show war sehr gut. Um Mitternacht haben wir in der Bar Piazza San Giorgio auf meinem Geburtstag angestoßen.

Tunis 11.03. 2009 7.30 Uhr – 13.00 Uhr ( mein 45. Geburtstag)
 

Was wir um Mitternacht begannen, setzten wir tagsüber dann weiter fort. Gefrühstückt haben wir gemeinsam im Restaurant “Red Velvet”, ich hatte zwei kleine Flaschen Sekt mitgenommen, diese haben wir zum Frühstück getrunken. Als das die freundlichen Kellner mit bekamen, haben Sie uns Gläser gebracht. Aus Sektgläsern schmeckt so ein Sekt doch besser , als aus den zur Verfügung stehenden Saftgläsern. So setzte sich die Geburtstagsfeier weiter fort. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon im Hafen von Tunis angelegt, wir selbst wollten nicht von Bord gehen. Meine Eltern hingegen nutzten das schöne Wetter und machten einen Spaziergang in den am Hafen gelegenen Ort. Im Laufe der verschiedenen Aufenthalte, hat sich der Hafen von Tunis auch stetig weiter entwickelt. So ist mittlerweile ein neues Empfangsgebäude entstanden, welches mit zahlreichen Shops im Stile eines Basars eröffnet wurde. Wir statteten diesem Basar einen kurzen Besuch ab. Nicht nur für Besatzungsmitglieder befindet sich in diesem Gebäude auch ein Internet Point und verschiedene Möglichkeiten vom Festnetz zu telefonieren. Den Internet Point nutzten wir um dann mal im Netz nach Neuigkeiten und Geburtstagsgrüßen, auch aus dem KF-Forum zu sehen.

Mittag haben wir diesmal im Restaurant “II Cerchio d’ Oro” gegessen.Dem Anlass entsprechend war das Essen auch dort sehr angenehm, denn auch hier fanden wir ein eingespielten Team mit freundlichen Servicekräften. Nach dem vielen Essen haben wir erstmal eine ausgedehnte Mittagsruhe gehalten. Meinen Geburtstagkaffee haben wir in der Bar “Piazza San Giorgio”, mitten auf dem Marktplatz, getrunken.

Entsprechend des Anlasses dieses Tages fand an diesem Abend der Cocktailempfang für alle Passagiere von 17.45 – 18.45 Uhr statt. Wie üblich gab es Sekt,  Martini und Saft in allen Bars auf Deck 5,6 und 7 des Schiffes. Bisher kannten wir diesen Empfang des Kapitäns als eine Veranstaltung die im Theater stattfand. Also konnte man sich nun den Platz für den Empfang selbst aussuchen,  wir haben in der Bar “L’Insolito Lounge” angefangen, setzten unsere Bar Wanderung danach in der “La Cantina Toscana” fort, dort hat es uns aber nicht besonders gefallen. Also sind wir weiter gezogen in die “Manhatten Bar”. Mal eine andere Form dieser Veranstaltung auf dem Schiff, diese Form des Cocktailempfanga hat uns sehr gut gefallen, denn so haben sich nicht 3500 Gäste in einer Bar auf den Füssen herumgetrampelt. Das Foto mit dem Kapitän war dann 20 Uhr angesagt, zu diesem Event sind wir nicht gegangen. Die Präsentation der Offiziere war zu Beginn der Show im Theater.
Nach dem Abendessen haben ich wir unsere Jetons für den MSC Club im Casino abgeholt. Ich spiele auf jeder Kreuzfahrt mit diesem Geld Roulette und habe dann mein Glück versucht, am Ende des Tages satnd 1 Euro Gewinn zu Buche. Ein lang gehegter Wunsch war erfüllt und ein schöner Geburtstag ging zu Ende.

Palma de Mallorca 12.03. 2009 14.00 – 01.00 Uhr
 

Wir sind ja diese Runde schon mehrfach gefahren. Zwischen Tunis und Mallorca sind es nunmal 900 Seemeilen, die sind nicht so einfach in einer Nacht zu fahren. Deshalb sind die Ausflüge in Tunis und Mallorca meist Halbtagsausflüge. In diesem konkreten Fall, hatten wir in Mallorca allerdings Aufenthalt bis gegen Mitternacht. Deshalb war zunächst erst einmal ausschlafen angesagt. Nachdem wir im Büffetrestaurant “La Africana e Zanzibar” gefrühstückt hatten, sind wir auf dem Schiff spazieren gegangen, im überdachten Poolbereich haben wir den Vormittag bei gutem Wetter und angenehmen Temperaturen verbracht. Kurz vor dem Einlaufen in den Hafen von Palma de Mallorca hatten wir Begeleitung in Form eines Hubschraubers. Dieser umrundete uns ständig, offensichtlich wurden da Werbeaufnahmen von der noch sehr neuen MSC Fantasia gemacht. Nach dem Mittagessen haben wir uns noch ein wenig ausgeruht. Von unserem Balkon aus, konnten wir das Einlaufen in den Hafen beobachten.
Pünktlich 14.30 Uhr konnten wir das Schiff verlassen.Schon lange vorher, wollten wir mal mit dem “Roten Blitz” von Palma nach Soler fahren. Leider war das bis dahin nocht nicht möglich gewesen. Durch den längeren Aufenthalt bei dieser Reise, konnten wir uns nun, den lang ersehnten Wunsch erfüllen.  Die Abfahrtszeiten des Zuges habe ich schon vorher im Internet recherchiert, jetzt hieß es nur noch zum Bahnhof zu kommen. Vom Hafen aus, sind wir dann mit dem Taxi zum Bahnhof für 12 Euro gefahren, die Fahrt vom Hafen bis zum Bahnhof dauerte ca. 10 min. Der Fahrkartenschalter hatte noch nicht geöffnet, da es im Bahnhof  es ein kleines Kaffee  gab,  verbrachten wir die Zeit  in diesem, bis der Fahrkartenschalter öffnete. Hin- und Rückfahrt kostete 17 Euro p.P.
Um 15.30 Uhr fuhr  der Zug dann nach Soller, es war eine wunderschöne Fahrt. Zunächst durch Palma, dann durch die ausgedehnten Olivenhaine, bis wir dann in das Gebirge kamen. Hohe Felsen, zahlreiche Tunnel säumten diesen Weg. Da der zug mit geringer Geschwindigkeit den Weg zurücklegt, hat man genügend Zeit,  die Landschaft  zu geniessen und Bilder oder Videos zu machen. Dies tat Jens dann natürlich. In Soller angekommen, sahen wir das eine Straßenbahn noch weiter nach Port de Soler fuhr. Auf Grund der relativ geringen zeit, die uns zur Verfügung stand sind wir mit dem Taxi dorthin gefahren. In Port de Soler angekommen, sind wir bei strahlenden Sonnenschein und 23 Grad am Strand spazieren gegangen. Den Rückweg nach Soler haben wir mit der Nostalgiestraßenbahn  zurückgelegt. Nachdem wir dann in Soler angekommen waren, hatten wir noch genügend Zeit in der kleinen Innenstadt ein Eis zu essen und ein wenig in die Schaufenster der zahlreichen kleinen Geschäfte zu blicken. Gegen 18.30 Uhr hat uns der “Rote Blitz” wieder  zurück nach Palma gefahren.
Als wir gegen 20 Uhr wieder in Palma ankamen, war es mittlerweile dunkel. Wir hatten noch genügend Zeit bis zum Auslaufen des Schiffes, deshalb konnten wir noch einen Stadtbummel durch die Innenestadt von Palma machen.  Wie es in den südlichen Ländern üblich ist, hatten auch um diese  Zeit noch die zahlreichen Geschäfte offen, meine Mutti nutzte dies, um ein Mitbringsel für Bekannte zu kaufen. Der Weg endete dann an der  Kathedrale “La Seu”. Von der Kathedrale aus hatten wir einen schönen Blick auf unsere schön beleuchtete MSC Fantasia. Wir machten hier noch eine kurze Pause, genossen die Ruhe und die wunderschöne Ansicht und beratschlagten dabei, wie wir wieder zum Schiff zurück kamen. Zuerst wollten wir von dort aus bis in den Hafen laufen ( hätte ca 1 Stunde gedauert), da wir einen Fußkranken mit hatten sind dann aber doch wir mit dem Taxi gefahren.
An diesem Abend zahlte sich die zweite Tischzeit aus. Das Abendessen war wieder perfekt, wir wurden von unseren drei Kellnern umsorgt, denn nach diesem interessanten Ausflug waren wir entsprechend hungrig.

Ein kurzer Rundgang durch die Bars und der Abend endete dann auf unserem Balkon. Bei einem Glas Rotwein und einem Bier für Jens, haben wir das ablegen des Schiffes um 1.00 Uhr beobachtet.

Barcelona 13.03.2009 8.30 – 18.00 Uhr
 

Barcelona, die wohl faszinierendste Stadt im Mittelmeer. Für uns war es der achte, für meine Eltern der erste Besuch in Barcelona. Endlich mal wieder, ein ganzer Tag Zeit um diese wunderschöne Stadt zu erkunden. Auf unserem Programm stand eine Stadtrundfahrt mit dem Sightseeing Bus, von denen es in Barcelona mehrere Anbieter gibt. Wir nutzten in diesem Fall, die roten Busse, die den Charakter eines Hop On/ Hop Off  Busses haben. Das heißt, man löst ein Karte für 24 Stunden und kann an alles festgelegten Haltestellen auf den Bus aufsteigen und so von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit fahren. Eine underbare Angelegenheit, die es mittlerweile in vielen Städten in Europa gibt.

Wie immer haben wir erst einmal ausgeschlafen und in Ruhe gefrühstückt. Das hatte den Vorteil das die ganzen geführten Ausflüge bereits von Bord waren und wir genügend Zeit hatten, uns auf den Tag vorzubereiten. Von einer voran gegangenen Reise in Barcelona, wussten wir, das es ein Shuttle Bus aus Barcelona gibt, der vom Hafen für 3 Euro  die Hin- und Rücktour fährt. Wie der Zufall es wollte, fuhr uns wieder die gleiche Frau, wie schon bei der damaligen Reise. Der Fahrstil dieser Frau prägte sich bei uns ein, es hatte sich nichts geändert. Vom Schiff wurde ebenfalls ein Shuttlebus angeboten, allerdings war dieser doppelt so teuer. Damit war diese Erfahrung schon wieder sein Geld wert.

Die Stadtrundfahrt war sehr gut, diese Version mit diese Sightseeing Bus kennen wir von den vielen voran gegangenen Kreuzfahrten und Hafenstädten. Die Fahrt auf der blauen Linie dauerte 3 Stunden, neben dieser gibt es noch eine rote und eine grüne. Das Ticket gilt aber für alle 3 Linien, an bestimmten Knotenpunkten, kann man auf andere Linien dann wechseln.  Ausgemacht hatten wir schon vorher die Sagrada Familia zu besuchen, mit der blauen Buslinie kamen wir allerdings nicht vorbei, also haben wir diesmal die U-Bahn von Barcelona ausprobiert. Die U-Bahnstadion die wir nutzten, befindet sich am Anfang der Rambla.  Das weit verzweigte U-Bahn Netz erwies sich als recht kompliziert, schon allein wegen der Sprachkenntnisse die wir hatten. So sind wir dann mit der grünen Linie drei Stationen gefahren, umgestiegen auf die blaue Linie und fünf Sationen gefahren,  irgendwie haben wir den richtigen Weg zur Sagrade Familia nicht gefunden, denn wir standen mit einem mal auf der Hauptstraße vor dem Haus “La Pedrera”, Gaudis Haus ohne Ecken. Unmittelbar dort in der Nähe befand sich eine Haltestelle für die Hop On/Hop Off Busse, die wir dann nutzen konnten. Nun haben wir die rote Linie genommen und sind bis zur Sagrada Familia gefahren. Wie immer, ist dort wieder viel Betrieb, dies schreckte uns aber nicht ab. Wir haben uns dort angestellt um eine Eintrittskarte (11 Euro p.P.) zu kaufen. Dieses Bauwerk ist schon faszinierend. Ein Besuch im Museum der Sagrada Familia zeigte uns, weshalb die “Unvollendete” noch nicht fertig gestellt ist. Verschiedene Architekten versuchen sich, am Baustil Gaudis. man arbeitet mit großen Modellen und fertigt anschließend in Handarbeit, die verschiedenen Stilelemente an. Auch das konnten wir im Inneren des bauwerks bewundern. Anschließend haben wir bei herrlichem Wetter und den Blick auf die Sagrada Familia noch eine ausgedehnte Pause gemacht, auch um was zu Essen.
Nach dem Besuch dieses Bauwerks, wollten wir danach noch auf die Rambla. Die nahe gelegene  U-Bahn Station  empfahl sich bis zur Rambla zu fahren. Im Zug haben meine Eltern und ich beschlossen, bis zum Hafen durch zu fahren. Jens, der Fußkranke, wollte unbedingt noch die Rambla besuchen. Wie er sagte, Barcelona ohne die Rambla zu besuchen, dies geht einfach nicht. Eigentlich sehe ich das genauso, allerdings war ich durch den nun schon 7h dauernden Ausflug total Pflastermüde. Meinen Eltern geht dies genauso, deshalb bin ich und meine Eltern gegen 15.30 Uhr  wieder auf die MSC Fantasia. Bis 16.30 Uhr gab es noch Mittagessen, dies haben wir auch in aller Ruhe zu uns genommen.

Die Zeit bis zum Abendessen haben wir wieder mit Ausruhen auf dem Balkon, einem Rundgang durch das Schiff, relaxen auf dem Deck und dem Auslaufen aus dem Hafen zugesehen. Das Abendessen war wieder hervorragend. An diesem Abend habe ich unsere Urlaubskasse wieder auf gefüllt mit Roulette, diesmal hatte ich ein Plus von 10 Euro.
Punkt 0.00 Uhr hieß es auf Deck 14 Willkommen zum Mitternachtsbüfett, wir haben uns dieses Schauspiel nur angeschaut, da wir vom Abendessen noch satt waren. Dies ist halt der Nachteil, wenn man die 2. Essensitzung auf dem Schiff hat, die Zeit vom Ende des Abendessens bis zum Mitternachtsbuffet ist dann einfach zu kurz. Aber Ansehen ist ja auch nicht schlecht, zumal es immer wundervoll aufbereitet wird.

Marseille 14.03.2009 7.00 -19.00 Uhr

 

Unser letzter Urlaubstag war nun angebrochen. Wir haben uns bereits am Vorabend entschieden auf dem Schiff zu bleiben und den letzten Urlaubstag sowie das schöne warme Wetter und die Ruhe auf dem Schiff zu genissen. Marseille hatten wir schon einmal besucht, wir empfanden die Stadt als schmutzig, teuer und wenig ansehnlich. Auch der Weg vom Hafen zur Innenstadt, ist nur mit einem Shuttlebus möglich. Dementsprechend war auch der Preis dafür, 10 € pro Person empfanden wir als sehr teuer.
An diesem Tag habe ich auch mal geschafft eine Seite in meinem Buch zu lesen, bei wunderbaren Wetter konnten wir an Deck liegen. Jens hat nochmals einen ausgedehnten Schiffsrundgang gemacht um noch ein paar Fotos vom Schiff zu machen. Den auf dem Schiff vorhandenen Formel 1 Simulator wollte er auch probieren. Aber leider, man muß es so deutlich sagen, Jens ist zu groß und zu breit. Ganz einfach, er hat nicht rein gepaßt. Am Nachmittag saßen wir dann an Deck und tranken in Ruhe Kaffee, verspeisten das leckere Eis und sahen dem Treiben im Hafen zu. Ein Urlaubstag völlig entspannt, wir haben den Tag so richtig vergammelt.

Am späten Nachmittag fand dann die Ausschiffungsveranstaltung statt, an der mein Vati teilgenommen hat. Dies war das unwiederbringliche Zeichen dafür, dass der Urlaub sich dem Ende neigt. Abends mussten leider die Koffer wieder gepackt werden. Nach dem Abendessen durchstöberten wir noch einige Bars und natürlich auch das Casino. Ich wollte noch die Urlaubskasse für die nächsten Kreuzfahrt aufbessern. Nach anfänglichen Erfolgen und ca. 80 Euro Gewinn, verließ mich das Glück. So war das gewonnene Geld, auch die 10  Euro vom MSC-Club ,  beim Roulette komplett verspielt.

Genua 15.03.2009 8.00 Uhr

Es heißt heute auf Wiedersehen, nach dem Frühstück haben wir unsere letzten Sachen aus der Kabine geholt und sind zum Ausgang gegangen, pünktlich 9.00 Uhr begann die Ausschiffung, im Hafen war wieder alles perfekt organisiert, Koffer waren nach den Farbbändern sortiert. Autoschlüssel gab es gleich am Hafengebäudeausgang, 9.15 Uhr waren wir schon auf der Autobahn in Richtung Heimat.

Fazit:

Die nun durchgeführte 3. Reise mit MSC – Kreuzfahrten, war auch die beste, die wir bisher mit dieser Reederei gemacht hatten. Alles was auf der MSC Opera und MSC Orchestra falsch gemacht wurde, haben die Besatzungsmitglieder der MSC Fantasia positiv ausgeglichen. Unser Zimmerstewart Franky, die Tischkellner, allen voran Vicky haben uns förmlich die Wünsche von den Augen abgelesen. Man spürte, dass es sich um ein Team handelte, so wie wir es von vielen bisherigen Kreuzfahrten erlebten.

Auch die Konstruktion des gesamten Schiffes, empfanden wir wesentlich besser, als das was wir bei den anderen beiden Schiffen erlebten. Das Schiff bietet für ca 4000 Passagiere genügend Möglichkeiten für alle, es gibt zahlreiche Bars, viele Freizeitmöglichkeiten und genügend Möglichkeiten sich zurück zu ziehen. Ja, man kann auf so einem Riesen Schiff auch allein sein.

Nach dieser Reise ist für uns MSC wieder eine Alternative, es wird nicht die letzte Reise mit dieser Reederei sein. Sicher Route und Schiff bestimmen dann, ob es mit MSC ist, aber die MSC Fantasia hat alle Chancen von uns wieder gebucht zu werden. Es war eine wundervolle Reise, der Zeitraum war gut gewählt. MSC Fantasia – wir kommen wieder!

  • 1 Kommentar

Eine Reaktion zu “MSC Fantasia”

  1. Deniseam 3. Juni 2010 um 12:25 Uhr

    Vielen Dank für Ihren ausführlichen Reisebericht über Ihre Geburtstagsreise mit der MSC Fantasia! Überhaupt ein herzliches Dankeschön für die ganze kreuzfahrthobby.de-Site!!! Wir starten am 11.7. zu unserer ersten Kreuzfahrt, wir haben exakt die MSC-Fantasia-Reise gem. Ihrer Geburtstagsreise gebucht!!! Vorfreude ist ja (fast) die schönste Freude, und diese ist nach dem Lesen Ihres Berichts und dem Stöbern auf Ihrer Seite definitiv noch grösser!!! Weiter so!!! Ich wünsche Ihnen alles Gute und noch gaaaaaanz viele erlebnisreiche Reisen! Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Denise

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